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Rems-Murr-Kliniken haben sich für die Ambulantisierung gerüstet

Ambulantes Operieren in verschiedenen Fachbereichen der Rems-Murr-Kliniken und MVZ
Dr. Christoph Ulmer, Ärztlicher Direktor der Rems-Murr-Klinik Schorndorf (links) und Dr. Jens Haßfeld, Leitender Arzt Gynäkologie und Geburtshilfe, operieren im modern ausgestatteten AOP-Zentrum Schorndorf jetzt auch ambulant. Landrat Dr. Richard Sigel, Klinikleiter Dr. Rainer Pfrommer und Klinik-Geschäftsführer André Mertel steuern die ambulante Strategie der Rems-Murr-Kliniken. © DG/Bebopmedia

Zukunftsstrategie mit drei Ambulanten OP-Zentren im Landkreis ergänzt stationäre Strukturen und Medizinische Versorgungszentren 

Backnang/Winnenden/Schorndorf. Arthroskopien, Karpaltunnel-Operationen, Leistenbruch-OP, Begradigen der Nasenscheidewand, Eileiter-Spülung bei der Frau oder Sterilisation beim Mann: Das sind sechs von vielen Eingriffen, die OP-Teams heute nicht mehr im Krankenhaus, sondern ambulant durchführen. „Die Zukunft der Medizin wird zunehmend ambulant. Darauf haben wir uns vorausschauend eingestellt“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Dr. Richard Sigel. „Wir haben für das Ambulante Operieren (AOP) in den Rems-Murr-Kliniken mit drei Ambulanten Operations-Zentren ideale Voraussetzungen geschaffen. Wir nutzen die Strukturen in unseren Gesundheitszentren Backnang, Schorndorf und Winnenden. Schnell und mit überschaubaren Investitionen stehen den Kliniken jetzt hochmoderne medizinische Einrichtungen für ambulante Eingriffe zur Verfügung und ergänzen so das stationäre Klinik-Angebot und unsere Medizinischen Versorgungszentren (MVZ)“, so der Landrat weiter.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies: Sie können künftig schonend und sicher, mit kurzen Warte- und Liegezeiten vor und nach der OP, mit innovativer Technik und – dank der Expertise des Klinikpersonals – mit kompetenten Teams an drei Standorten in speziell dafür geschaffenen Zentren ambulant operiert werden.

Dieses Angebot besteht bereits seit Sommer 2025 im Backnanger Gesundheitszentrum. Die Kliniken und der Kreis hatten im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) für Orthopädie und Chirurgie den Ambulanten Operationssaal samt Aufwachraum modernisiert und dafür rund eine halbe Million Euro investiert. Seither wird dort mit modernstem medizinischem Standard, großem Zulauf und Erfolg operiert. Neben Dr. Franco Tarantini, dem Ärztlichen MVZ-Leiter, stehen in Backnang auch Orthopäden aus dem Rems-Murr-Klinikum Winnenden am AOP-Tisch, etwa Sektionsleiter Dr. Sebastian Frank als Spezialist für Handchirurgie.

Seit diesem Jahr stehen nun auch in Schorndorf moderne Operationssäle zum Ambulanten Operieren für die Rems-Murr-Kliniken zur Verfügung. Im Untergeschoss des Gesundheitszentrums an der Rems-Murr-Klinik wurde ein 340 Quadratmeter großer Bereich zum vollwertigen Ambulanten OP-Zentrum mit zwei Sälen aufgerüstet und mit neuester endoskopischer Technik ausgestattet. „Klinikeigene AOP-Zentren sind ein wichtiger Baustein zur langfristigen Sicherung der Gesundheitsversorgung im Kreis. Wir tragen mit unseren drei AOP-Zentren dem politisch gesetzten Trend zur Ambulantisierung Rechnung“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel.

Der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, André Mertel betont: „Unsere AOP-Zentren sind neben unseren Medizinischen Versorgungszentren, den MVZ, die zweite wichtige Säule unserer Zukunftsstrategie. Die chirurgische Expertise der Rems-Murr-Kliniken steht jetzt auch ambulant zur Verfügung. Wir bringen sie wohnortnah zu den Menschen und sind mit den passenden medizinischen Angeboten am richtigen Ort. Wir operieren bei bestimmten Eingriffen zudem wirtschaftlicher als im stationären Klinik-Umfeld und erweitern damit die OP-Kapazitäten insgesamt. Das zahlt auf unseren Konsolidierungskurs ein und entlastet damit letztlich auch den Landkreis als Träger der Kliniken.“

Wie vorausschauend diese mehrgleisige Zukunftsstrategie von der Pike auf entwickelt wurde, zeigt die Chronologie des Engagements von Kreis und Kliniken: 2021 wurde die Rems-Murr-Kliniken MVZ gGmbH gegründet und betreibt seit 2023 das MVZ für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Gesundheitszentrum Winnenden. 2024 wurde das MVZ für Orthopädie und Chirurgie im Gesundheitszentrum Backnang eröffnet, 2025 ebenfalls im Gesundheitszentrum Backnang das MVZ für Kinder- und Jugendmedizin. 2026 folgte jüngst das AOP-Zentrum im Gesundheitszentrum Schorndorf – und in wenigen Wochen wird ein weiteres AOP-Zentrum im Gesundheitszentrum Winnenden in Betrieb gehen, angeschlossen an eine zum MVZ weiterentwickelte chirurgisch-orthopädische Facharztpraxis.

„Ambulante Medizin aus den Kliniken heraus ist ein unverzichtbarer Baustein unserer Medizinkonzeption geworden, die wir seit dem Beschluss im Kreistag 2017 stetig weiterentwickeln“, betont Dr. Sigel. „Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen, passen Angebote und Strukturen an und sichern eine spitzenmäßige medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im ambulanten und stationären Bereich.“

Klinik-Geschäftsführer André Mertel ist von diesem Kurs überzeugt. „Gute Medizin und exzellente Versorgungsqualität zeichnen die Rems-Murr-Kliniken im stationären und ambulanten Bereich aus. Das beweist die Vielzahl fachlicher Zertifizierungen, die wir regelmäßig von neuem bestätigt bekommen“, sagt Mertel. „Deshalb freue ich mich sehr, dass wir nun am Klinik-Standort Schorndorf ein eigenes AOP-Zentrum betreiben. Wir verzahnen ambulante und stationäre Angebote optimal und koordinieren, falls nötig, in enger Abstimmung eine klinische Anschlussbehandlung. Ein weiterer Vorteil der AOP-Zentren ist, dass sie unsere zentralen OP-Bereiche in den Kliniken entlasten. Unsere Klinik-OPs sind voll ausgelastet. Dort werden wir dank der AOP-Zentren daher noch mehr Kapazitäten für komplexe Eingriffe mit entsprechend hohem personellem und technischem Aufwand zur Verfügung haben.“

Genau das ist es, warum auch Klinik-Chirurgen das Ambulante Operieren als Ergänzung und Chance schätzen. Dr. Christoph Ulmer, Ärztlicher Direktor der Rems-Murr-Klinik Schorndorf und Chefarzt der Allgemeinen und Viszeral-Chirurgie plant seine ersten Eingriffe im AOP-Zentrum in wenigen Wochen. Er wird sich dort auf den Bereich Hernien spezialisieren, also Brüche im Gewebe, das die Bauchorgane umhüllt und stabilisiert. „Der Klassiker bei den Hernien ist der Leistenbruch, von dem sicher jeder schon einmal gehört hat“, sagt Ulmer und nennt weitere Fälle, die er ambulant operiert: „Nabelbrüche, Narbenbrüche und einfachere proktologische Eingriffe am Enddarm wie etwa Hämorrhoiden. Man kann sagen: Ein AOP-Zentrum ist ideal für alle Operationen, bei denen die Patentinnen und Patienten zügig wieder auf den Beinen sind und nachhause in ihr gewohntes Umfeld können.“

Den ersten Schnitt im neuen AOP-Zentrum Schorndorf hat am 19. Februar 2026 ein Gynäkologe gesetzt: Dr. Jens Haßfeld, Leitender Oberarzt Gynäkologie und Geburtshilfe der Rems-Murr-Klinik Schorndorf, führte dabei Skalpell und Endoskop und ist hochzufrieden mit den ersten AOP-Wochen. „Wir haben im AOP-Zentrum ein bewährtes Team aus unserer Klinik am Start und arbeiten wie gewohnt Hand in Hand“, sagt Haßfeld und nennt typische Beschwerden, bei denen er ambulant operiert. „Häufig behandeln wir hier Patientinnen, bei denen der Ultraschall Auffälligkeiten in der Gebärmutter gezeigt hat. Wir sichern Gewebsproben für die Diagnostik etwa von Polypen oder von Tumoren, führen größere Biopsien am Muttermund durch oder können bei hartnäckigen Blutungsstörungen die Schleimhaut mit der Goldnetz-Methode veröden. Und wir können bei unerfülltem Kinderwunsch die Durchlässigkeit der Eileiter per Spülung prüfen und verbessern.“

Was ist im AOP anders und neu? Dr. Ulmer berichtet: „Im AOP-Zentrum können wir mit schlankeren Abläufen arbeiten. Die Patienten kommen über den Empfangstresen, kleiden sich um und bekommen im OP-Saal eine Narkose, die zu Umfang und Dauer des Eingriffs passt. Wir operieren in zwei Sälen, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Belüftung und Klimatisierung sind top, somit optimale Arbeitsbedingungen und Sicherheit für alle Menschen am und auf dem OP-Tisch. Wir haben einen modernen Endoskopie-Turm zur Verfügung und können in Vollnarkose operieren. Dazu haben wir den Aufwachraum erweitert, wo nun sechs Betten mit Überwachungsmonitoren zur Verfügung stehen. Denn natürlich ist auch ein AOP mit allem ausgestattet, was es für die lückenlose Überwachung der Vitalparameter braucht. Alle Eingriffe können wir hier auf hohem medizinischem Niveau durchführen, ohne dass wir die Patientinnen und Patienten mit viel Aufwand in den Zentral-OP einschleusen. Der Vorteil für sie liegt auf der Hand: Ein ambulanter Eingriff dauert je nach Beschwerdebild fünf bis 60 Minuten. Danach geht’s in den Aufwachraum und ein bis zwei Stunden später schon wieder nachhause. Die OP-Nachsorge erfolgt ebenso wie die Überweisung ins AOP-Zentrum durch unsere Klinik-Ambulanzen oder durch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, mit denen wir sehr gut zusammenarbeiten.“

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