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„Letzte Hilfe“-Kurs im Rems-Murr-Klinikum Winnenden: Helfen, begleiten, verstehen

Das Onkologische Zentrum bietet Informationen für die Betreuung von Menschen in der letzten Lebensphase / Nächster Kurs am 27. Januar 2026

Winnenden. Wenn ein geliebter Mensch unheilbar erkrankt ist, benötigen Angehörige ebenso Hilfe wie die Patientin oder der Patient. Bei allen Fortschritten der modernen Medizin, Pflege und Therapie ist auch die Vorbereitung der nächsten Bezugspersonen auf eine palliative, also schmerzlindernde und ganzheitliche Betreuung in der letzten Lebensphase eine wichtige Aufgabe, die das Onkologische Zentrum am Rems-Murr-Klinikum Winnenden übernimmt. Dort werden Bürgerinnen und Bürger von den Teams mit einem kostenlosen Kursangebot namens „Letzte Hilfe“ unterstützt.

Wie kann ich helfen, wenn Heilung nicht mehr möglich ist? Diese Frage stellt sich Angehörigen häufig. „In unseren ‚Letzte-Hilfe-Kursen‘ sehen wir daher einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Versorgung von Patientinnen und -patienten“, sagt Prof. Markus Schaich, der das Onkologische Zentrum leitet. Er ist Chefarzt für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin. „Neben der medizinischen und therapeutischen Behandlung leisten wir auch eine seelische und soziale Unterstützung in schwierigen Lebensphasen. Gerade in der Onkologie werden viele Patientinnen und Patienten über lange Zeit und bis ans Lebensende begleitet. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dass Angehörige und Nahestehende sich sicher fühlen, auch wenn das Lebensende naht. Der Letzte-Hilfe-Kurs möchte Mut machen, sich dem Sterben zuzuwenden – mit dem Wissen, dass man nicht hilflos zusehen muss.“

Letzte Hilfe – was ist das?

Ähnlich wie in einem Erste-Hilfe-Kurs geht es darum, Menschen auf Situationen vorzubereiten, die jede und jeden irgendwann betreffen – diesmal am Ende des Lebens. „Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass niemand in seinen letzten Stunden allein ist. Während fast jeder über Basiswissen in Erster Hilfe verfügt, ist der Tod noch immer ein Tabuthema, und oft herrscht Hilflosigkeit, wenn nahestehende Menschen sterben“, weiß Prof. Schaich. „Im Letzte-Hilfe-Kurs möchten wir Menschen ermutigen, das Thema in den Blick zu nehmen und ihnen Basiswissen vermitteln, um Angst und Unsicherheit zu reduzieren. Deshalb freuen wir uns über alle, die sich diesem Thema in unserem Kurs nähern möchten, auch wenn sie noch keine betroffenen Angehörigen haben.“

Das erwartet die Kursteilnehmenden:

  • Mögliche Beschwerden am Lebensende und wie man diese lindern kann
  • Kommunikation und Nähe am Lebensende
  • Informationen zu rechtlichen Themen wie Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht
  • Möglichkeiten der Unterstützung beim Abschiednehmen

In insgesamt vier Modulen à 45 Minuten, die entweder zusammenhängend an einem Abend oder verteilt auf zwei Abende stattfinden, bekommen die Teilnehmenden grundlegendes Wissen und einfache Handgriffe mit auf den Weg, wie sie Schwerkranke und sterbende Menschen im Alltag begleiten können.

Der Letzte-Hilfe-Kurs ist ein Angebot für alle Menschen – unabhängig von Alter, Erfahrung oder Lebenssituation. Er lädt dazu ein, sich das Thema Tod zu vergegenwärtigen. Um an einem Letzte-Hilfe-Kurs teilzunehmen, sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Zwei erfahrene und von der gemeinnützigen GmbH Letzte Hilfe Deutschland zertifizierte Kursleitende der Rems-Murr-Kliniken begleiten durch den Kurs.

Die Rems-Murr-Kliniken leisten an Ihren Standorten in Winnenden und Schorndorf qualifizierte Zentral- und Regelversorgung für die Menschen im Rems-Murr-Kreis und darüber hinaus. In jeder Lebensphase wird die bestmögliche Versorgung angeboten, von der Geburt bis zum Lebensende.

Nächster Termin und Anmeldung:
📅 27. Januar 2026
🕒 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr
📍 Rems-Murr-Klinikum Winnenden, Festsaal im Verwaltungsgebäude, Erdgeschoss
🔗 Anmeldung und Fragen: letzte-hilfe-kurs@rems-murr-kliniken.de

Weitere Informationen und Termine finden Sie auch hier:
https://staging.rems-murr-kliniken-mail.de/ueber-uns/kliniknews/ oder https://www.letztehilfe.info/

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