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Doppelter Halt in schweren Zeiten: Herzkissen für die Patientinnen am Rems-Murr-Klinikum

Herzkissen für die Patientinnen am Rems-Murr-Klinikum
Kleine Geste mit großer Wirkung – die Landfrauen Großheppach überreichen insgesamt 80 bunte Herzkissen an das Team der Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Rems-Murr-Klinikum Winnenden. Diese Kissen sollen Patientinnen mit Brustkrebs und auf der Palliativstation in den kommenden Wochen und Monaten sowohl physisch als auch emotional Halt geben. (v.l.): Die beiden Großheppacher Landfrauen Gerda Ehrenmann und Sandra Grauer, Stationsleitung Tatjana Feyertag, Oberärztin Dr. Ramona Hein und Helga Blatt, Onkologische Fachpflegerin. © RMK

Landfrauen und Schulen nähen Kissen, die entlasten und stützen

Winnenden. Prallgefüllt und herzig bestückt ist das große Gepäck der Landfrauen aus Klein- und Großheppach: Sie haben 200 bunte Herzkissen ins Onkologische Zentrum am Rems-Murr-Klinikum Winnenden gebracht. Jedes Kissen ist ein liebevoll handgenähtes Unikat, und jedes wird einem von Krebs betroffenen Menschen im doppelten Sinn Halt geben.

Die Kissen in Herzform lassen sich dank ihrer Form gut unter den Arm klemmen. „Ursprünglich haben wir die Herzkissen vor allem bei Patientinnen eingesetzt, denen bei einer Brustkrebsbehandlung die Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt wurden“, erzählt Helga Blatt, die als Onkologische Fachpflegekraft im Rems-Murr-Klinikum seit etlichen Jahren Praxiserfahrung mit diesen Hilfsmitteln hat. „So ein Kissen ist sehr nützlich, denn es entlastet die Operationsnarbe und schützt vor zu starkem Druck.“

„Neben dem medizinischen Nutzen der postoperativen Druckentlastung und dem Schutz der Wunddrainage haben die von den Landfrauen genähten Herzkissen einen unheimlichen emotionalen Mehrwert für unsere Patientinnen und Patienten“, sagt Prof. Hans-Joachim Strittmatter, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Rems-Murr-Klinikum Winnenden und Leiter des Brustzentrums Rems-Murr. Auch Prof. Markus Schaich, Chefarzt für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin in Winnenden und Leiter des Onkologischen Zentrums schätzt den Mehrwert der Kissen: „Wir hören oft, dass die Kissen auch nach dem Krankenhausaufenthalt gerne weiterverwendet werden – als Nackenstütze, Ruhekissen oder einfach als Trostspender zum Anschmiegen. Auch auf der Palliativstation sind sie sehr willkommen. Deshalb freuen wir uns über die neuerliche Spende und sagen herzlich Danke an alle fleißigen Näherinnen.“

Die Herzkissen werden von Ehrenamtlichen genäht. Besonders aktiv sind dabei seit vielen Jahren die Landfrauen im gesamten Rems-Murr-Kreis. Zuletzt freuten sich die Rems-Murr-Kliniken über zwei große Spenden: Landfrauen aus Großheppach überreichten 80 bunte Herzen an das Team der Palliativstation. Genäht haben sie einen ganzen Tag von 14 bis 18 Uhr, mit einer kurzen Pause, weil das Füllmaterial ausgegangen war. Die beiden Landfrauen müssen schmunzeln, als sie von der letzten Nähaktion erzählen, an der insgesamt hier rund 20 Personen beteiligt waren.

Ein paar Tage zuvor übergab Stephanie Ilg, ehemalige Brustkrebspatientin, stellvertretend für die Landfrauen Kleinheppach 120 Herzkissen an die Kliniken. Sie erzählt: „Ich war selbst ganz gerührt, als man mir damals mein Herzkissen überreichte. Besonders tröstlich empfand ich den Gedanken, dass eine fremde Person einfach so etwas für mich genäht hat.“ Diese Geste möchte sie zurückgeben und engagiert sich daher selbst bei den Landfrauen Kleinheppach. Seit 2019 näht sie dort Herzkissen und legt Wert auf qualitativ hochwertiges Füllmaterial, das sich gut waschen lässt.

Auch Schulklassen und Vereine wie OnkoMütze spenden immer wieder selbstgenähte Herzkissen. Zuletzt fertigten Schülerinnen der 10. Klasse der Walterichschule GMS Murrhardt 32 Herzkissen als Zeichen der Hoffnung und des Mitgefühls und spendeten diese an die Brustkrebspatientinnen des Rems-Murr-Klinikums Winnenden.

Info: Zertifiziertes Brustkrebszentrum am Rems-Murr-Klinikum Winnenden

Das Brustkrebszentrum ist eines von insgesamt sieben durch die DKG zertifizierten Organkrebszentren am Rems-Murr-Klinikum Winnenden. Für eine gute medizinische Versorgung und begleitende Betreuung der Betroffenen arbeiten hier hochqualifizierte Experten interdisziplinär und interprofessionell zusammen. Das Brustkrebszentrum am Standort Winnenden ist Teil des Brustzentrums Rems-Murr, der zentralen Anlaufstelle für Patientinnen mit tumorösen Brusterkrankungen im Rems-Murr-Kreis. In einer speziellen Brustsprechstunde besteht die Möglichkeit, sich von auf Brusterkrankungen spezialisierten Ärztinnen und Ärzten beraten zu lassen.

Palliativstation am Rems-Murr-Klinikum Winnenden

Auf unserer Palliativstation begleiten wir Menschen, die an einer fortgeschrittenen, nicht heilbaren Krankheit leiden. Im Mittelpunkt steht das Lindern von Beschwerden und das Schaffen von Lebensqualität – körperlich, seelisch und sozial. Unser interdisziplinäres und interprofessionelles Team nimmt sich Zeit, hört zu und gestaltet gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten sowie ihren An- und Zugehörigen einen würdevollen Weg, der auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Die Palliativstation am Rems-Murr-Klinikum in Winnenden ist von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin anerkannt.

Weitere Informationen über die Rems-Murr-Kliniken gibt es im Internet unter www.rems-murr-kliniken.de und in den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und YouTube.

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